Zeitungsbericht zum 11. Männervesper

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Den Teilnehmern des Sulzer Männervespers wurde fast schwindelig angesichts der Zahlen, die der Physiker Thomas Schimmel anführte.

Wildberg-Sulz (tr). Als der Professor die so genannte Feinabstimmung der Naturkonstanten erklärte, zog er als Vergleich einen Schützen heran, der ein Centstück treffen sollte – aus sehr großer Entfernung: nicht von der anderen Seite des Braunjörgen-Zeltes aus, nicht von Kiel, vom Mond oder von der Sonne aus – sondern vom Ende des sichtbaren Universums. Der Spezialist für Nanotechnologie – ein Wort, das ein Milliardstel schon im Namen trägt – beschränkte sich nicht auf „überschaubare“ Zahlenbereiche, sondern jonglierte spielerisch mit großen Anzahlen von Nullen vor und hinter dem Komma.

Mit dieser Faszination für Zahlen ging er dem Thema des Abends auf den Grund: „Der Urknall und die Gottesfrage“. Schimmel findet es beachtlich, dass das komplette Fundament der Naturgesetze auf nur vier „relativ“ einfachen Formeln basiert: den sogenannten Maxwell-Gleichungen. Diese fügte er dann auch kurzerhand in den Bibeltext von der Schöpfungsgeschichte ein.

Sein eigentliches Argument für die Existenz Gottes war die bereits angesprochene Feinabstimmung der Naturkonstanten: Würden die Lichtgeschwindigkeit, das Plancksche Wirkungsquantum und die Gravitationskonstante sowie einige weitere Konstanten auch nur minimal von ihrer bekannten Zahl abweichen, würde das Universum sofort in sich zusammenfallen und jegliches Leben wäre unmöglich. „Da darf auch nichts wackeln, nicht für eine tausendstel Sekunde lang“, so der Physiker. Nichts habe den Atheismus so sehr erschüttert wie die Tatsache der Feinabstimmung, es mache den Eindruck, das gesamte Universum sei „extra für uns“ erschaffen worden.

Selbst der berühmte, kürzlich verstorbene Wissenschaftler Stephen Hawkins äußerte gegen Ende seines Wirkens noch: „Es wäre schwierig, zu erklären, warum das Universum gerade so begonnen haben sollte, wenn es nicht ein Akt Gottes gewesen wäre, der Geschöpfe wie uns schaffen wollte.“ Und auch andere Berühmtheiten wurden zitiert, zum Beispiel Albert Einstein oder Werner Heisenberg: „Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott“.

Die mehr als 100 Zuhörer hatten sich im großen Zelt auf dem Braunjörgen getroffen, nachdem das „Falkennest“ des MSC Falke wegen des Eichen-Prozessionsspinners gemieden werden musste.

Hier geht es zum ganzen Bericht:
https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.wildberg-schimmel-jongliert-mit-vielen-nullen.ad431678-2203-48c0-8c8f-93a399ebaac4.html

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